Umweltbundesamt mahnt zu mehr Sanierung im Gebäudebestand

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Umweltbundesamt (UBA) mahnt zu mehr Sanierung im Gebäudebestand. Das sei „die wichtigste Stellschraube“ für mehr Umweltschutz beim Wohnraumbau, heißt es in einem Positionspapier des UBA, welches am Montag veröffentlicht wurde. Der vorhandene Gebäudebestand solle demnach wo immer möglich erhalten bleiben oder „sinnvoll“ umgebaut und umgenutzt werden.

Klimaemissionen und „unnötig hohe Rohstoffverbräuche“ ließen sich so „am einfachsten“ vermeiden. „Neben dem dringend nötigen Neubau müssen wir vor allem den Umbau und die Umnutzung bestehender Gebäude stärker in den Fokus rücken“, sagte UBA UBA⁠-Präsident Dirk Messner. Sonst werde man die Klima- und Ressourcenschutzziele im Gebäudesektor „krachend verfehlen“. Die „sozial-ökologische Transformation“ der Städte brauche einen „Paradigmenwechsel“, so der Behördenchef. Neuer Wohnraum im Bestand spare Rohstoffe und schütze die freie Landschaft vor weiterer Zersiedlung. „Außerdem müssen wir viel mehr Baustoffe recyceln und im Kreislauf führen.“ Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) äußerte sich im Rahmen der Veröffentlichung des Papers ebenfalls zu dem Thema: „Angesichts des enormen Ressourcenbedarfs im Bauwesen müssen wir Wohnraumschaffung, Ressourcenschonung und Klimaanpassung zusammendenken“, sagte sie. Wenn neuer Wohnraum in erster Linie in Innenstädten und auf Siedlungsbrachen entstehe und Bestandsgebäude saniert und umgebaut würden, spare das Energie, Abfälle und Treibhausgase und senke den Flächenverbrauch. Als konkrete Maßnahmen in diesem Bereich nannte unterdessen Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) das QNG-Siegel, mit dem die gesamte Treibhausgasbilanz von Gebäuden abgebildet werden soll. „Mit der anstehenden kommunalen Wärmeplanung als wichtigem Bestandteil der Wärmewende und der anstehenden großen Baugesetzbuchnovelle, die viele Forderungen aus dieser Studie aufgreifen wird, planen wir weitere notwendige Schritte auf dem Weg zum Dreiklang `Bauen – Klimaschutz – Sozial`“, so Geywitz.

Foto: Umweltbundesamt, über dts Nachrichtenagentur

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