WHO-Ratschläge für internationale Reisen und Handel im Zusammenhang mit dem Ausbruch einer durch ein neues Coronavirus in China verursachten Lungenentzündung

WHO-Ratschläge für internationale Reisen und Handel im Zusammenhang mit dem Ausbruch einer durch ein neues Coronavirus in China verursachten Lungenentzündung

Am 31. Dezember 2019 wurde eine Lungenentzündung unbekannter Ätiologie in Wuhan City, Provinz Hubei, China, gemeldet. Am 9. Januar berichteten die chinesischen Behörden in den Medien, dass die Ursache dieser viralen Lungenentzündung zunächst als ein neuer Typ von Coronavirus identifiziert wurde, der sich von allen anderen bisher entdeckten menschlichen Coronaviren unterscheidet. Coronaviren sind eine große Familie von Atemwegsviren, die Krankheiten von der Erkältung über das Nahost-Atemwegssyndrom bis hin zum schweren akuten Atemwegssyndrom (SARS) verursachen können.

Die klinischen Anzeichen und Symptome der Patienten, die in diesem Cluster gemeldet werden, sind hauptsächlich Fieber, wobei einige wenige Patienten Atembeschwerden haben, und Brust-Röntgenaufnahmen zeigen bilaterale Lungeninfiltrate. In einigen Fällen handelte es sich um operierende Händler oder Verkäufer auf dem Huanan Seafood Market. Aus den derzeit verfügbaren Informationen geht aus der vorläufigen Untersuchung hervor, dass es keine signifikante Übertragung von Mensch zu Mensch gibt und dass keine Infektionen unter den Mitarbeitern des Gesundheitswesens aufgetreten sind. Es sind weitere Informationen erforderlich, um die Übertragungsart und die klinische Manifestation dieses neuen Virus besser zu verstehen. Die Quelle dieses neuen Virus ist noch nicht bekannt.

Internationale Reisende: übliche Vorsichtsmaßnahmen

Während die Ursache der Lungenentzündung ein neuartiges Coronavirus zu sein scheint, bleiben Übertragungspotenzial und Übertragungswege unklar. Daher wäre es ratsam, das allgemeine Risiko von akuten Atemwegsinfektionen auf Reisen in oder aus betroffenen Gebieten (derzeit Wuhan City) durch zu reduzieren:

  • den engen Kontakt mit Menschen, die an akuten Atemwegsinfektionen leiden, zu vermeiden;
  • häufiges Händewaschen, insbesondere nach direktem Kontakt mit kranken Menschen oder ihrer Umgebung;
  • Vermeidung von engem Kontakt mit lebenden oder toten Nutztieren oder Wildtieren;
  • Reisende mit Symptomen einer akuten Atemwegsinfektion sollten die Husten-Etikette üben (Abstand halten, Husten und Niesen mit Einwegtüchern oder Kleidung abdecken und Hände waschen).

Gesundheitspraktiker und Gesundheitsbehörden sollten den Reisenden Informationen zur Verfügung stellen, um das allgemeine Risiko akuter Atemwegsinfektionen zu verringern, und zwar über Reisegesundheitskliniken, Reisebüros, Beförderungsunternehmen und an den Einreisestellen.

Wenn ein Reisender an Bord eines Flugzeuges/Schiffes Anzeichen und Symptome aufweist, die auf akute Atemwegsinfektionen hindeuten, kann das Muster der Gesundheitserklärung für den Seeverkehr (Anhang 8 der IHR) oder der Gesundheitsteil der allgemeinen Erklärung des Flugzeugs (Anhang 9 der IHR) verwendet werden, um die Gesundheitsinformationen an Bord zu registrieren und den Gesundheitsbehörden des POE vorzulegen, wenn dies von einem Vertragsstaat verlangt wird.

Ein Passagierlokalisierungsformular kann verwendet werden, wenn ein kranker Reisender an Bord eines Flugzeugs entdeckt wird. Dieses Formular ist nützlich für die Erfassung von Kontaktinformationen für Passagiere und kann bei Bedarf für Folgemaßnahmen verwendet werden. Reisende sollten auch dazu ermutigt werden, sich selbst zu melden, wenn sie sich krank fühlen. Die Kabinenbesatzung sollte die von der International Air Transport Association (IATA) empfohlenen Betriebsverfahren für den Umgang mit vermuteten übertragbaren Krankheiten an Bord eines Flugzeugs befolgen.

Internationaler Verkehr: keine Einschränkungen empfohlen

Die Stadt Wuhan ist ein wichtiger nationaler und internationaler Verkehrsknotenpunkt. Derzeit gibt es keine Berichte über Fälle außerhalb von Wuhan City. Angesichts der starken Bevölkerungsbewegungen, die während des chinesischen Neujahrsfestes in der letzten Januarwoche deutlich zunehmen dürften, ist das Risiko, dass Fälle aus anderen Ländern gemeldet werden, größer.

Die WHO empfiehlt keine spezifischen Gesundheitsmaßnahmen für Reisende. Es wird allgemein die Auffassung vertreten, dass das Einreise-Screening wenig Nutzen bringt, aber beträchtliche Ressourcen erfordert. Im Falle von Symptomen, die auf eine Atemwegserkrankung vor, während oder nach der Reise hindeuten, werden die Reisenden ermutigt, sich in ärztliche Behandlung zu begeben und ihre Reisegeschichte mit ihrem medizinischen Betreuer zu teilen. Die WHO rät aufgrund der derzeit verfügbaren Informationen über dieses Ereignis von der Anwendung jeglicher Reise- oder Handelsbeschränkungen auf China ab.

Quelle: WHO

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